Welche Bedeutung haben der automatische und manuelle "Alerting Modus" der Argus-Tester?
Welche Q-SIG-Testmöglichkeiten bietet der Argus 20/22-S2M-Tester?
Der Rufumleitungstest (CF-Test) liefert ein falsches Ergebnis?
Wofür benötigt man beim AUTO-TEST die ferne Rufnummer?
Bus-Installationstest mit Argus – Was unterscheidet ihn von Einfachst-Bus-Testern?
Beim Verbindungsabbau werden angezeigt:
Was zeigt Argus bei ankommenden Rufen an?
Wie gehe ich vor wenn ich einen ARGUS Tester einschicken möchte?
Wie Lange dauert die Bearbeitung eingeschickter Tester?
Wie ist Argus trotz automatischem Power-Down-Mode für Rufe, die man erwartet, erreichbar?
Was ist beim Einsatz von Argus an den internen So-Bussen von TK-Anlagen zu beachten ?
Der Argus erkennt keinen S0-Bus?
Der Argus meldet beim Leitungstest immer eine Vertauschung, obwohl das nicht sein kann?
Der Anwender kann damit einstellen, wie das Gerät auf ankommende Rufe an P-P-Anlagenanschlüssen reagiert. Im manuellen Mode wird dem Netz sofort signalisiert, dass der Ruf angenommen werden kann und vom Netz werden dann u.U. noch zu sendende Ziffern der Rufnummer nicht mehr geschickt. Im automatischen Mode wartet Argus noch auf weitere Ziffern, die online unter der gerufenen Nr. angezeigt werden. Der Ruf kann dann jederzeit mit der Enter-Taste /Hörer-Taste angenommen werden. Auf diese Weise können Durchwahl-Nummern und der Nummernblock, der vom Netz eingeräumt wurde, getestet werden.
Das ISDN-D-Kanal-Protokoll Q-SIG wird zunehmend von zur Vernetzung von ISDN-TK-Anlagen zu sog. Corporate Networks eingesetzt. Q-SIG wird dabei u.a. zur Verbindung von Anlagen verschiedener Hersteller verwendet, da es mit seiner fortschreitenden Entwicklung und Standardisierung im Vergleich zu 1TR6 oder DSS1 erweiterte Möglichkeiten im Bereich der Dienstmerkmale wie Namensübertragung, optimierte Wegewahl usw. bietet.
Für den Anwender hat Q-SIG den Vorteil, dass er nicht mehr auf Anlagen eines Herstellers und ihre leistungsfähigen Vernetzungsmöglichkeiten über proprietäre Protokolle wie CorNet-N der Siemens AG festgelegt ist und auch u.U. bereits vorhandene Anlagen von anderen Herstellern sinnvoll weiter verwenden kann.
Q-SIG basiert wie DSS1 auf den in der Q.931 vorgeschlagenen D-Kanal-Abläufen, so dass ISDN-Tester wie Argus® 20/22 unter Berücksichtigung der Q-SIG-spezifischen Ergänzungen ausreichende Q-SIG-Tests mit der DSS1-Simulation bieten.
Im Q-SIG werden die Kommunikationspartner gleichberechtigt behandelt, d.h. das Protokoll ist "symmetrischer" als DSS1 ausgelegt und die Unterscheidung zwischen TE = Endgerät und NT=Netzseite wird nicht gemacht.
Wesentliche Abweichungen gibt es in der Umsetzung der Dienstmerkmale wie CNIP = Calling Name Identification Presentation = Darstellung des Namens des anrufenden Teilnehmers. Z.T. gibt es diese Merkmale im DSS1 nicht bzw. noch nicht. Gleichzeitig wurde bei der Codierung der Merkmale intensiv von den Möglichkeiten der Umsetzung gemäß der Beschreibungssprache ASN.1 = Asymbolic Syntax Notation No. 1, was den "Umgang" mit Q-SIG für den normalen Anwender wegen der Komplexität dieser Umsetzung etwas sehr erschwert. Als Literatur zu diesem Thema sei neben den Original-Quellen bei ISO oder ETSI auf die neuste Ausgabe des Buches von Kanbach: "ISDN-die Technik", erschienen im Hüthig-Verlag verwiesen.
Bei der Vernetzung von TK-Anlagen, die bei Einsatz von Q-SIG fast ausschließlich über S2M-Festverbindungen geschieht, sind zwei Problemkreise zu betrachten:
Die Einrichtung und Funktion der Festverbindungen kann mit Argus® 20/22 einfach und effizient überprüft werden. Argus® 20/22 bietet dabei ab der Software-Version 1.26 auch die Möglichkeit, unabhängig von der Auswahl TE-NT-Simulation in der S2M-Schicht 1 einzustellen, ob das Gerät sich auf den vorgegebenen Takt aufsynchronisiert (Takt-Slave) oder den Takt vorgibt (Takt-Master), auf den sich die Gegenseite aufsynchronisieren muss.
Auf diese Weise können sowohl sog. strukturierte als auch unstrukturierte Festverbindungen geprüft werden. Bei den strukturierten Festverbindungen gibt das Netz den Takt entspr. G.703 und die PCM30-Rahmenstruktur mit oder ohne CRC4-Überwachung nach G.704 vor. In diesem Fall ist Argus als Takt-Slave zu schalten. Im Falle einer unstrukturierten FV sind zwei Fälle zu unterscheiden:
Auf der Gegenseite befindet sich ein Endgerät (TK-Anlage), das als Takt-Master fungiert und den Takt und die Signalstruktur bereitstellt. In diesem Fall wird Argus als Takt-Slave konfiguriert. Ist die Gegenseite Takt-Slave dann gibt Argus Takt und Signalstruktur vor (Takt-Master). Ob die Gegenstelle Slave oder Master ist, ist u.U. nicht einfach festzustellen. Event. muss man an den jeweiligen Takten nachmessen, welcher Teilnehmer sich auf die Frequenz der Gegenseite einstellt.
In Verbindung mit der Gegenseite stellt Argus automatisch fest, ob die Gegenstelle die CRC4-Mehrfachrahmensychronisation unterstützt oder nicht, stellt sich darauf ein und zeigt dies an. Alarme und Fehlermeldungen in der Schicht 1 wie A-Bit, AIS, FAS-Verlust, LOS, CRC-Fehler, E-Bits, HDB3-Codefehler oder Rahmenfehler werden angezeigt, ausgewertet und können im vollautomatischen Anschlusstest in Verbindung mit WINplus auch dokumentiert werden.
Argus® 20/22 prüft aber nicht nur die korrekte Funktion der Schicht 1 sondern bietet mit der NT-Simulation auch den Test des Q-SIG basic call, d.h. man kann Auswahl von Takt-Master/Slave und Einstellung "NT-Simulation P-P" die Q-SIG-Gegenseite anrufen, Verbindungen aufbauen, Anrufe annehmen, einen automatischen Dienstetest und einen BERT in allen Varianten durchführen. Wichtig ist, dass man Argus® 20/22 immer im NT-Mode des DSS1-Protokolles mit Blockwahl betreibt, da nur hier die geforderten Info-Elemente in den Nachrichten geschickt werden
Weitergehende Tests von Q-SIG-Dienstmerkmalen bietet Argus z.Z. nicht. Aus Sicht von intec ist eine weitergehende Umsetzung von Dienstmerkmalen auch nicht sinnvoll, da die korrekte Funktion der anlagenübergreifenden Komfortmerkmale mit den jeweiligen Anlagen realisiert werden muss. Die Simulation durch ein Testgerät, das sich u.U. etwas anders als die TK-Anlage verhält, hilft bei Problemen kaum weiter. Notwendig ist dann ein D-Kanal-Monitor, der eine mögl. Vollständige Decodierung der Q-SIG-Dienstmerkmale bietet.
Einen leistungsfähigen Monitor für S2M-Strecken bietet intec ab Jahresmitte in Form des Argus® 55 an.
In der Verkabelung liegt ein Fehler vor. Überprüfen Sie die Verkabelung auf Vertauschungen. Der häufigste Fehler ist eine Vertauschung der Adern 3 und 6 (a2 und b2).
Der ARGUS ist als Testgerät natürlich sehr fehlertolerant und funktioniert auch noch an Anschlüssen mit zu niedrigem oder zu hohen Pegel. Überprüfen Sie in so einem Fall den Pegel eines Anschlusses. Den Pegel kann man durch Endwiderstände und die Verkabelung beeinflussen.
Die Argus-Basisanschluss-Tester Argus® 1-2-2U-10 sind die einzigen ISDN-Tester, die die Pegelhöhe der eigentlichen ISDN-Nutzsignale messen können. Diese Signale, die die Träger der B-Kanal-Inhalte und der D-Kanal-Signalisierungs-informationen sind, haben eine Höhe von nur 0,75 Volt bei einer Impulsbreite von 5,21 Mikrosekunden. Die Impulsamplitude wird dabei empfindlich durch die Installation des ISDN-So-Busses beeinflusst. Jeder 100 Ohm-Abschlusswiderstand dämpft das Signal,. defekte Endgeräte können zu Signalstörungen führen oder die Ausgänge des NTBA bzw. der TK-Anlage können defekt sein, so dass im Extremfall keine einwandfreie Synchronisation der Endgeräte mehr möglich ist und die Schicht 1 nicht korrekt aufgebaut werden kann.
Finden die Argus-Tester im automatischen Anschlusstest nicht sofort die Anschlussvariante und das aktivierte Protokoll heraus sondern zeigen an "kein Netz", dann kann sofort per F5-Funktionstaste der Signalpegel (in mV)und die So-Phantomspeisung (in V) gemessen werden, um Schicht 1-Probleme einzukreisen. Stellt man z.B. keinen Pegel fest, liegt u.U. ein massiver Verdrahtungsfehler (der mit dem Testgerät dann wieder gefunden werden kann) vor oder der Bus ist nicht angeschlossen bzw. NT/PABX sind defekt.
Die Pegelanzeige ist ungemein wichtig, da sie einfach und sofort da weiterhilft, wo man mit den übrigen Endgeräten/Testern (auch einem Tester, der die Info S1-S2-S3-S4-Sychronisationsschritte anzeigen könnte) "im Dunkeln steht" (alternatives Hilfsmittel: Oszilloskop).
Spannungsmessung: die direkte Messung der Phantomspannung an So incl. Bewertung, ob sie innerhalb der Toleranzen liegt, und der Not/Normalbetrieb-Anzeige und ihre Anzeige in Volt stellen weitere wichtige Informationen dar. Tester, die die Spannung nur über eine LED anzeigen, erlauben keinen Rückschluss aus dem Wert der Spannung auf die Überlastung des NT/der PABX durch fehlerhafte / zu viele Endgeräte oder falsche Verkabelung des Busses.
Die direkte Messung der an der Uko-Schnittstelle anliegenden Spannung (93 +/- 3 Volt), die Argus® 2U bietet, zeigt an, ob der Anschluss (wahrscheinlich) in der DIVO in Betrieb genommen wurde bzw. von analog auf ISDN umgeschaltet wurde, da dann hier im a/b-Falle ca. 40-60 Volt je nach Länge der Anschlussleitung gemessen würden.
An der Analog-Schnittstelle messen Argus® 2/2U die a/b-Gleichspannung ebenfalls direkt und automatisch mit aufgelegtem und abgehobenem Hörer. Neben den Absolutwerten kann über den Widerstand von 470 Ohm der Schleifenstrom bestimmt werden.
Die Pegel- und Spannungsmessungen der Argus-Tester stellen damit neben dem Verkabelungstest und der Prüfung der Abschlusswiderstände einzigartige praxisgerechte Testfunktionen dar, die bei einfacher Bedienung wichtige Aussagen über die Installation des ISDN-Systems liefern.
Beim CF-Test wird die ferne Rufnummer1 aus dem Rufnummernspeicher des ARGUS als Zielrufnummer für eine Rufumleitung benutzt. Deshalb muss dort eine Rufnummer eingetragen sein, zu der eine Rufumleitung eingerichtet werden kann (keine Service-Nummer der Telekom). Die Rufumleitung wird nach dem Einrichtet sofort wieder deaktiviert!
An Ihrem S0-Bus ist irgendwo noch ein Endgerät oder der NTBA angeschlossen. Ziehen Sie zunächst alle Endgeräte und NTBA vom S0-Bus ab, bevor Sie einen Kurzschluss- oder Leitungstest durchführen.
Einige Dienstmerkmale können an einem Anschluss nicht abgefragt werden. Deshalb werden die Dienstmerkmale HOLD und TP (Umstecken am Bus) reell ausprobiert, wozu eine Verbindung zu einem anderen Teilnehmer notwendig ist.
Bus-Installationstester sind preiswerte Prüfstecker, um die Busspannung und bestimmte Installationsfehler anzuzeigen. Allerdings sind einige Randbedingungen, die in der Messmethode der Geräte begründet sind, zu beachten:
Während die Vertauschung 4-5 ohne Folgen bleibt, führt 3-6 zum Ausfall des Busses, wenn Endgeräte auf den verschiedenen Seiten der Vertauschung eingesteckt werden.
Alle diese Fehler werden von den Argus-Testern erkannt und im Klartext angezeigt. Im Gegensatz zu den Mess-Sonden anderer Hersteller verfügen die Argus-Prüfadapter über eine Schutzbeschaltung, die sie vor Zerstörung durch die Speisespannung am Bus schützt und zeigen durch ihre LED an, das der Bus gespeist ist.
Alle wichtigen Informationen des D-Kanal-Protokolles werden dem Anwender damit bereitgestellt, so dass er nicht unbedingt auf die D-Kanal-Daten, die alle Argus-Geräte liefern können, zurückgreifen muss.
TK-Anlagen-Hersteller verwenden zum Teil eigene D-Kanal-Protokoll-Varianten zur Steuerung der Kommunikation mit ihren Systemtelefonen. Beispiele sind hier CorNet-T von Siemens oder TN1R6 von Bosch Telecom oder das UA-Protokoll von Alcatel u.s.w. Bei der Frage, ob ein ISDN-Tester diese Protokolle/Schnittstellen "testen"können muss, sind folgende Punkte zu beachten:
Wie jedes ISDN-Telefon zeigt Argus die Nummer des ankommenden Rufes an (Dienstmerkmal CLIP).
Darüber hinaus werden aus dem ankommenden Verbindungsaufbauwunsch (Nachricht SETUP) angezeigt:
Kontaktieren sie unseren Support, dort werden alle wichtigen Daten ihres Testers aufgenommen und es erfolgt eine RMA-Nummer-Vergabe.
Siehe auch RMA-Warenrücksendung...
Eingesendete Tester werden innerhalb von 24 Stunden nach eintreffen bearbeitet.
*Hinweis Kostenvoranschläge, Postweg etc. erhöhen die Bearbeitungszeit.
Argus geht nach 15 Minuten ohne D-Kanal-Aktivität in den automatischen Power-Down-Mode, der das Gerät praktisch abschaltet. Mit der ON-Taste kann Argus wieder reaktiviert werden. Um trotz automatischem Power Down für ankommende Rufe erreichbar zu sein, schaltet man das Gerät in den D-Kanal-Trace-Mode, in dem Argus online alle D-Kanal-Daten ausgibt. In diesem Mode ist der Power-Down nicht aktiv und ankommende Rufe werden immer signalisiert. Man schaltet den Trace-Mode entweder über das Menü ein oder einfach und schnell über "Pfeil nach rechts-Taste", die sofort zum entsprechenden Menüpunkt springt. Im Mode B-Kanal-Schleife ist der Power Down ebenfalls nicht aktiv.
Viele Tests von Argus (und Wettbewerbsmodellen wie Trend aurora plus neu oder W&G IBT-5 ) basieren auf Selbstanrufen. Manche TK-Anlagen lassen allerdings keine Selbstanrufe an die eigene Nr./Nebenstelle zu. Die Rufe werden u.a. auf die Zentrale "abgeworfen " oder mit einer Fehlermeldung mit CAUSE-Angabe abgelehnt. Davon ist besonders der BERT, der Dienstetest und der Test der Dienstmerkmale betroffen. Z.T. wurde bei Argus Abhilfe durch Durchführung der Tests mit einer fernen Nr. geschaffen (man ruft z.B. statt der Nebenstelle 23 für den BERT bzw. den Dienstetest die Nebenstelle 24 am gleichen Bus an.)
Hier sind im Wesentlichen zwei Punkte wichtig: Selbstanrufe und private ISDN-Protokolle
Prüfen Sie, ob der Argus über die Line-Buchse am S0-Bus angeschlossen ist.
Tauschen Sie das Kabel aus, falls ein weiteres vorhanden ist, und versuchen Sie es erneut.
Testen Sie den Argus direkt am NTBA; wenn dort auch kein Netz erkannt wird, ist entweder der Argus oder der NTBA defekt.
Die Kalibrierunswerte, die der Argus für den Leitungstest benötigt und intern abspeichert sind nicht korrekt. Rufen Sie bitte unsere Hotline unter 02351/9070-201 an, damit das Gerät neu kalibriert werden kann.
Ja. Wenden sie sich an unseren Support.
 
 
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